Viele Schulabgänger möchten gerne „irgendwas mit Jura studieren“. Aber es muss halt eben nicht direkt Rechtswissenschaften, also Jura, als einzelner Studiengang sein. Daher sind diese Schulabgänger auf der Suche nach einer sinnstiftenden Kombination. Meistens landen sie dann beim Wirtschaftsjurist Studium, einer Kombination aus Jura und BWL. Hier gibt es mal ein paar mehr Infos zum Studiengang.

 

Was ist ein Wirtschaftsjurist Studium?

Das Studium für Wirtschaftsrecht vermittelt Kenntnisse in Betriebs- und Volkswirtschaft sowie auch in Rechtswissenschaften. Die BWL wird hier mit Rechtswissenschaften vereint.
Die Rechtswissenschaft macht allerdings den größeren Anteil von 60 aus.

Dieses Zusammenfassen der beiden Lehrbereiche macht Sinn, denn heutzutage finden sich in der Berufspraxis immer mehr Betätigungsfelder in denen juristische und gleichzeitig betriebswirtschaftliche Kenntnisse gefordert werden. Bei der künftigen Berufswahl stehen dem Wirtschaftsjuristen somit eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten offen.Die Berufsaussichten sind nach einem Wirtschaftsrechtstudium also weitaus besser und vielseitiger, als wenn man nur BWL oder Rechtswissenschaft allein studieren würde.

Ein Wirtschaftsjurist Studium unterscheidet sich erheblich von der herkömmlich ausgerichteten Juristenausbildung. Was man wissen sollte: Berufsfelder wie Staatsanwalt oder Richter sind nur mit Abschluss des zweiten Staatsexamens eines Rechtswissenschaften Studiums möglich. Dafür bietet Wirtschaftsrecht aber andere, interessante Tätigkeitsgebiete.

Wen also die betriebswirtschaftlichen Herausforderungen als auch die juristischen Betrachtungsweisen interessieren, für den ist das Studium für Wirtschaftsrecht genau das Richtige.Es zielt darauf ab, mitzuarbeiten wenn große Firmen eine Fusion planen und Verträge aushandeln. Als Wirtschaftsprüfer kontrolliert man die Buchführung großer Unternehmen oder vermittelt als Mediator zwischen zwei Konfliktparteien.

Zu den Wirtschaftswissenschaften gehören Fächer wie Volkswirtschaftslehre, Rechnungswesen und die Grundlagen der Betriebswirtschaft.Die Mathematik im Bereich Statistik vermittelt alle Grundlageninhalte, die ein Wirtschaftsjurist zum Lesen und Erstellen von Statistiken benötigt. Das ist natürlich vor allem bei der Betreuung von Fusionen und Übernahmen wichtig. Die juristischen Inhalte beinhalten den rechtswissenschaftlichen Teil des Studiums.Hier lernt man z.b. das Wettbewerbs- und Wirtschaftsprivatrecht kennen.
Man wird sich hier zudem  mit Kartellrecht beschäftigen und Fragestellungen zu Mono- oder Oligopolen.Das Steuerrecht ist genauso Inhalt des Lernens, wie auch das Insolvenz- und Arbeitsrecht.Nach dem Studium wird man Verträge rechtssicher formulieren können.

Am Ende des Studiums verfasst man dann seine Bachelorarbeit. Diese wissenschaftliche Arbeit umfasst circa 30 Seiten und ist in einem Zeitraum von 2-4 Monaten zu erstellen.